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Manoel Nunes

Manoel Nunes wurde im Jahr 1964 in Parnaíba, Piauí, an der Küste Nordostens Brasiliens geboren und wuchs in einer großen Familie mit Eltern und sieben Geschwistern auf. Als Vier Jähriger zog er mit der Familie nach Teresina, der Hauptstadt Piauís. Dort ging er zur Schule und studierte später Tiermedizin, arbeitete für eine Fluggesellschaft und als freischaffender Fotograf. Seit seiner frühen Kindheit fotografierte er seine Familie, Verwandte, Menschen in seiner unmittelbaren Umgebung.

 

 

Im Jahr 1988 besuchte er als Tourist zum ersten Mal Deutschland, in den folgenden drei Jahren zog es ihn immer wieder dorthin. 1991 kam er dann zum Studium nach Deutschland, lernte die Sprache, machte 1993 das deutsche Abitur.
Von 1994 bis 1998 studierte Manoel Nunes Visuelle Kommunikation in Bielefeld. Bei Jürgen Heinemann.

Seit dem Jahr 2000 fotografiert er für sein Buchprojekt die Verschmelzung der Menschen in Brasilien. Nunes erforscht und verfolgt sein Projekt des "Neuen Menschen" in Brasilien. Was heute weltweit an fundamentalen Verständigungsbemühungen zwischen den unterschiedlichen Kulturen und Religionen in Dialog und Interaktion gefordert und entwickelt wird, hat das Projekt des Brasilianers aus der Perspektive seiner künstlerisch fotografischen Möglichkeiten schon länger erkannt. Die Verschmelzung der Verschiedenheiten zu einem Neuen - und das speziell im Menschen als je einem unverwechselbaren Geschöpf.

Auf seiner jüngsten Reise im Februar und März dieses Jahres fotografierte Manoel Nunes die Menschen in Amazonia, Pará, Maranhao, Piauí bis zur Hauptstadt Brasilia.
Die Veröffentlichung seines ersten Buches "Die Neuen Menschen" ist für 2008 geplant.


Vorwort 
Manoel Nunes

Das Projekt fing an mit einer Saudade - einer Sehnsucht nach meiner Familie, nach meinen Freunden, nach Teresina  und nach all  dem, was ich schon hinter mir gelassen hatte, als ich mich entschied, nach Deutschland  zu kommen.
Mein Studium war abgeschlossen und alles stand offen für mich. Ich wusste damals nicht wo ich eigentlich mein Leben weiter führen sollte. Köln oder Teresina? Jährlich besuchte ich meine Familie. In den paar Wochen, die ich dort verbrachte, habe ich immer wieder fotografiert. Es entstanden mehrere Projekte mit Themen, die sich mit Brasilien beschäftigen. Auch mein Diplomarbeit, habe ich ein Thema ausgesucht (Papageien -Schaukel), das mir die Möglichkeit gegeben hatte, nah an meiner Familie zu sein. Die Auseinandersetzung mit brasilianischer Thematik gab mir ein Gefühl, dass ich nicht nur Urlaub in Brasilien machte. Meine Projekte brachten mich wieder näher an Brasilien und betäubten meine Sehsucht zu meiner Wurzel.

Der Mensch war und ist für mich das Wichtigste in meiner Arbeit. Ich wollte, wieder ein Projekt  anfangen, das mir die Möglichkeit gab in Brasilien als Menschen zu leben.

Seit 1991 lebt und arbeitet Manoel Nunes als freischaffender Fotograf in Köln.

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